Gütersloh (kra). Wer in der Isselhorster Sporthalle gestern Abend angesichts der 17:10-Pausenführung des TVI im Handball-Verbandsligaderby gegen den TV Verl auf ein Schaulaufen in der 2. Halbzeit gehofft hatte, sah sich getäuscht. Durch eine imponierende Leistungssteigerung kämpften sich die Gäste spätestens mit dem Anschlusstreffer zum 19:20 durch Johannes Wittenstein ins Derby zurück.

Das Gute an dieser angesichts der Isselhorster Dominanz zuvor überraschenden Entwicklung: Fortan gab es ein packendes Kampfspiel, in dem die in der Abwehr deutlich zulegenden Verler bis zum 22:23 durch Frederic Trapphoff auf einen Punktgewinn hoffen durften. Danach meldeten sich die Hallenherren allerdings beeindruckend zurück: Angeführt von ihrem herausragenden Rückraumschützen Gian Luca Braunsmann (12/5 Tore) legten sie zum 28:26 (56.) vor und konterten dann auch noch Alexander Wieses achten Treffer zum 27:28 (57.) durch weitere Tore von Braunsmann, der sich im Bild oben gegen Niklas Janzen durchsetzt, und Moritz Lünstroth zum letztlich verdienten 30:27-Erfolg.

Verl (gwi). Sie kalkulieren anders beim Frauen-Oberligisten TV Verl. Die gesamte Tabelle ihrer Vorrunden-Staffel ist für Trainer Simon Dreier und seine Schützlinge nebensächlich. Es geht um spezielle Punkte. Jene, die man gegen Kontrahenten holen muss, die sehr wahrscheinlich mit in die Abstiegsrunde gehen werden. „Da wird dann ganz neu gerechnet“, sagt Dreier.

Soll heißen: Die zwei Siege gegen Schlusslicht Petershagen/Lahde waren Gold wert. Vier sichere Zähler hat der TVV damit schon auf der Bank, wenn es am 25. Februar in die Abstiegsrunde geht. Die zwei bösen Klatschen gegen Tabellenführer TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck fallen dann nicht mehr ins Gewicht. Nur moralisch muss die 27:40-Pleite vom vergangenen Samstag aufgearbeitet werden. Doch schon kurz nach der Partie schienen viele Verler Spielerinnen das Debakel richtig eingeordnet und weggesteckt zu haben. Dazu gab es Lob aus berufenem Munde. „Das Team hat Qualität“, sagte Gästetrainer Heiko Ruwe.

Ob die zugesprochenen Wertigkeit aber am Sonntag beim Zweiten Everswinkel zu einem Erfolg reicht? Mit 12:6 Punkten sind die Warendorfer ein Kandidat für die Aufstiegsrunde und – nach Verler Lesart – damit keiner der ganz wichtigen Kontrahenten.

Von Stefan Herzog

Gütersloh-Isselhorst (gl). Stimmungsvoll vor etwa 350 Zuschauern, mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten, aber einem dennoch verdienten Sieger: Das Kreisderby in der Handball-Verbandsliga war gestern Abend Werbung für den heimischen Handball. In eigener, gut gefüllter Halle gewann Gastgeber TV Isselhorst, der trotz Dominanz und 17:10-Pausenführung noch einmal in die Bredouille, aber nie in Rückstand geriet, nach 60 doch noch spannenden Minuten mit 30:27 gegen den TV Verl.
Weil sie ihre Körperlichkeit besser ausspielten und sich gegen die zu zaghafte Verler Abwehr nach ausgeglichener Startphase nun ein ums andere Mal durchsetzten, führte das Team von Michael Jankowski erst mit 10:6, dann 13:7, 15:9 und beim Seitenwechsel gar mit 17:10.

„Das war erneut undiszipliniert. Wir wussten, dass sie mit ihrer Rückraumgewalt zum Erfolg kommen wollten und waren zu passiv“, war TVV-Trainer Robert Voßhans mit den ersten 30 Minuten gar nicht zufrieden. Wohl aber nach einer Umstellung auf die 5:1-Abwehrvariante und vier Treffern in Folge durch Frederic Trapphoff mit dem Start in Durchgang zwei. So waren die Gäste gut elf Minuten nach Wiederanpfiff beim 20:19 durch Johannes Wittenstein drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen.

Verl (zog). Die Trauben hängen vielleicht nicht ganz so hoch wie beim mit 27:40-Toren verlorenen Spiel gegen Spitzenreiter TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck in der Vorwoche. Doch die Oberligahandballerinnen des TV Verl werden sich auch beim Tabellenzweiten SC DJK Everswinkel am Sonntag schon sehr strecken müssen, um das Punktekonto von 4:14-Zählern zu verbessern.

Das handballerische Potenzial der jungen Mannschaft reicht in Phasen aus, um auch mit den Topteams mitzuhalten. Doch über 60 Minuten fehlt Konstanz, ist auf der anderen Seite die Fehlerkette in Abwehr und Angriff zu lang.

Für die von Frank Martens trainierten Gastgeberinnen ist die Partie das zweite Heimspiel gegen ein Kellerkind und damit der zweite angepeilte Pflichtsieg in Folge. Doch einfach machen wollen Simon Dreier und seine Spielerinnen es dem Favoriten nicht.

Da Everswinkel die Saison ab Februar in der Aufstiegsrunde fortsetzt, die Verler dagegen in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen, ist der Ausgang der Partie im Prinzip folgenlos. Denn die Punkte werden nur gegen die jeweiligen Konkurrenten übernommen.

Verl (gwi). Auf den blauen Trikots, denen des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, eine Werbung für ein Betonsteinwerk. Auf den roten Leibchen, denen des TV Verl, macht eine Firma für Werkzeugbau Reklame. Hätte diese Symbolik irgendwie zur 27:40 (12:23)- Niederlage der Verler Oberligahandballerinnen passen können? So weit, dass die Schützlinge von Coach Simon Dreier nach den 60 Minuten einsehen mussten, dass sie gegen die Bastion des ungeschlagenen Tabellenführers (zu) stumpfe Bohrmeißel im Werkzeugkasten hatten.

Es war – an der Stelle passt das Bild nicht komplett – nicht die Abwehr, mit der die Bielefelderinnen ihren neunten Sieg im neunten Spiel holten. „Ich komme gerade von der Tribüne. Und sie haben gesagt, dass es gar nicht so schlimm ausgesehen hat“, sagte Verls Marie-Sophie Weitzel anschließend. Eine Einschätzung, die Gästetrainer Heiko Ruwe bestätigte: „Verl hat schon Qualität in diesem jungen Team. Aber es reicht eben nicht über die Länge der Zeit.“

Verl (kra). Die Erleichterung bei den Handballern des TV Verl war am Freitag mit den Händen zu greifen. Mit dem 25:20-Sieg gegen den RSV Altenbögge-Bönen hatte der Handball-Verbandsligist seinen Negativlauf gestoppt und war mit nun 5:7 Punkten zumindest vorerst auf den 5. Tabellenplatz vorgerückt.

„Natürlich tut dieser Erfolg gut“, stellte Robert Voßhans fest. Der Verler Trainer machte auch gleich klar, dass er nicht nur mit dem Ergebnis sondern auch mit der Leistung in diesem hitzigen, von heftig zur Sache gehenden Abwehrreihen geprägten Spiel zufrieden war. „Wir haben nie die Disziplin verloren und uns immer an unseren Matchplan gehalten. Das wurde mit einem ebenso ungefährdeten wie verdienten Sieg belohnt.“

Matchplan, das hieß gegen diese kompakte 6:0-Deckung der Altenbögger mangels Wurfgewalt aus der 2. Reihe das Spiel auseinanderzuziehen, um Torerfolge über die Außen, durch Durchbrüche und nach Kreisläuferanspielen erzielen zu können.

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Am Ende wurden es doch wieder 40 Gegentore. Doch obwohl beide Spiele mit dem exakt gleichen Ergebnis von 27:40 endeten, bescheinigten sowohl Simon Dreier als auch sein Jöllenbecker Trainerkollege Heiko Ruwe dem Frauen-Oberligateam des TV Verl bei der Heimniederlage am Samstag einen Schritt nach vorn gegenüber dem Hinspiel im September in Jöllenbeck.

Diese Fortschritte sind wichtig für die gegen den Abstieg kämpfenden jungen TVV-Handballerinnen, denen Ruwe durchaus Potenzial attestierte. Doch das reicht noch lange nicht aus, um über 60 Minuten mitzuhalten mit dem durch exzellentes Tempospiel, sichere Pässe und Torgefahr von allen Positionen auftrumpfenden Spitzenreiter.

Frauenhandball: Oberligist TV Verl empfängt die Übermannschaft vom TuS 97.

Verl (gwi). Zum Familienduell wird es erneut nicht kommen, weil Simon Dreiers Frau Pia vor drei Monaten Nachwuchs bekommen hat und nicht als Spielerin des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck auflaufen wird.

So wird Dreier, der Trainer des Frauen-Oberligisten TV Verl, sein Team „nur“ gegen seine ehemalige Spielerin Emma Pfennig (acht Tore im Hinspiel) aufs Feld schicken müssen. Die, das betont der immer noch aktive Jugendcoach des TuS 97, sei aber eine Unterschied-Spielerin.

Neben Dreiers Verbindungen zwischen Verl und dem TuS 97 gibt es noch weitere Schnittstellen. Chiara Zanghi und Tabea Werneke etwa, die vor der Saison aus Verl nach Jöllenbeck gewechselt waren.

Das alles spitzt das Duell vielleicht ein klein wenig an – die sportliche Ausgangslage ist aber eindeutig. Es kommt der ungeschlagene Tabellenführer nach Verl. „Nachdem sie das Westfalenpokal-Finale gegen Riemke verloren haben, werden sie eine Reaktion zeigen wollen“, befürchtet Dreier. Aber er gibt sich kämpferisch: „In diesem Spiel können wir nur gewinnen. Wir sagen nicht, dass es von vorne herein verloren ist. Wir wollen zeigen, dass wir uns entwickelt haben.“ Torfrau Ece Gencer und Hannah Hoelz werden fehlen.

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Mit über 3.000 Mitgliedern und etwa 30 verschiedenen Sportarten ist der TV Verl der größte Sportanbieter in Gütersloh.

Informationen zum umfangreichen Angebot des Gesamtvereines findet ihr auf der Vereinshomepage www.tv-verl.de

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