Handball: Verbandsligist TV Verl reist zum RSV Altenbögge-Bönen, um den ersten Fleck auf deren weißer Heimweste zu platzieren.

Verl (gwi). Besonders gute Erinnerungen hat Handball-Verbandsligist TV Verl nicht an den RSV Altenbögge-Bönen. Dafür sind die Eindrücke aber noch recht frisch. Erst vor einem guten Monat fand das Hinspiel statt und endete mit einer 22:26-Niederlage für die Verler.

„Das war eines unserer schlechtesten Spiele. Da haben wir noch was gutzumachen“, stellt Trainer Robert Voßhans klar. „Die haben uns Punkte zu Hause abgenommen, jetzt wird es Zeit, dass wir denen ihre erste Heimniederlage zufügen“, so der Trainer ganz kämpferisch.

Kampfgeist haben seine Schützlinge im Hinspiel vermissen lassen. „In Überzahl haben wir katastrophal gespielt und vier Gegentore kassiert“, nennt Voßhans ein Beispiel und ergänzt: „Wenn deren Torwart schon sagt, dass er gegen uns sein bestes Spiel gemacht hat, sagt das doch alles.“

Handball: Frauen-Oberligist TV Verl reist ohne Jugendspielerinnen nach Bochum.

Verl (gwi). Die Vorrunde der Frauenhandball-Oberliga endete am Donnerstagabend mit einem Happy-End aus Sicht des Kreises Gütersloh. Der letzte noch zu ermittelnde Mitspieler des TV Verl in der Aufstiegsrunde heißt TuS Brockhagen. Die Mannschaft aus dem Altkreis Halle setzte sich mit 27:22 im entscheidenden Spiel gegen Petershagen/Lahde durch und zieht als Dritter der Vorrundengruppe mit in die Spiele um die Meisterschaft ein.

Für die Verlerinnen stellt das keine Veränderung dar, da sie sich bereits zuvor als Gruppenvierter haben einstufen lassen, um für das erste Spiel am Samstag in Bochum-Riemke planen zu können. Immerhin wurden noch zwei Punkte auf das Konto der Schützlinge von Ruben Voßhans addiert, die sie in der Vorrunde gegen Brockhagen geholt hatten. Dennoch lässt die Startposition vom letzten Platz viel Luft nach oben. „Wir haben uns zusammengesetzt und als neues Ziel definiert, dass wir ein positives Punktekonto herstellen möchten“, sagt Voßhans.

Dafür müsste es mit einem Sieg in Bochum losgehen. Die Vorzeichen stehen nicht ganz so gut, weil die A-Jugendlichen mit Ausnahme von Mila Peshikj nicht zur Verfügung stehen. Auf der rechten Seite fehlt Nina Strohmeier. „Über die Qualität des Kaders mache ich mir aber trotzdem keine Sorgen“, sagt der Trainer.

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Erst gestern Abend ist im Frauenhandball-Nachholspiel der Oberliga-Vorrunde zwischen der HSG Petershagen/Lahde und dem TuS Brockhagen die Entscheidung darüber gefallen, wer als vierte Mannschaft in die Aufstiegsrunde einzieht. Für den qualifizierten TV Verl hat sich in der nach Redaktionsschluss beendeten Partie entschieden, ob er in der Abschlusstabelle der Vorrunde Platz drei oder vier belegt.

Die Platzierung als solche ist den Verlerinnen ziemlich schnuppe, allerdings wird danach der Spielplan der schon am Samstag startenden Aufstiegsrunde generiert. So hätten Trainer Ruben Voßhans und sein Team erst heute gewusst, ob sie morgen bei Teutonia Riemke oder am Sonntag beim TVE Nethpen hätten antreten müssen.


„Das zu planen, wäre schwierig geworden, vor allem im Hinblick auf die Kaderergänzung durch A-Jugendliche. Denn die spielen am Sonntag in Minden“, erläutert Voßhans, warum er im Vorfeld Kontakt zu Bernd Kuropka, stellvertretender Leiter der TK im Handballverband Westfalen aufgenommen hatte. Der bat Voßhans um Klärung mit Petershagen und Brockhagen. Denen war eine vorzeitige Einordnung auf Rang drei recht, weil das entsprechende Spiel in Netphen erst am Sonntag angepfiffen wird und der Gewinner von gestern somit einen Tag länger Pause hat.

Verl (zog). Weil die Hinrundenbegegnung erst wegen des Verler Citylaufs und dann aufgrund von Coronafällen beim Gegner zweimal verlegt wurde, tritt Handball-Verbandsligist TV Verl nur fünf Wochen nach der 22:26-Heimniederlage bereits auswärts beim RSV Altenbögge-Bönen an.

Die Erinnerung an die vielen vergebenen Torchancen gegen den erfahrenen Bönen-Torwart Kai Kleeschulte sind deshalb noch frisch. „Da hatten wir eine extrem schlechte Quote. Auch das Überzahlspiel hat überhaupt nicht funktioniert“, sagt Trainer Robert Voßhans. So hatten die Verler gegen robust und mit viel Erfahrung im 6:0 verteidigende Gäste in der entscheidenden Phase trotz zwischenzeitlicher Vier-Tore-Führung am Ende klar das Nachsehen.

„Alle Spieler haben gesagt, wie unzufrieden sie mit diesem Spiel noch sind“, musste Voßhans sein Team, das bis auf die langzeitverletzten Eilke Voss und Frederic Trapphoff sowie dem privat verhinderten Marcel Erichlandwehr komplett ist, nicht motivieren.

Handball: Frauen des TV Verl gewinnen packendes Endspiel um den Einzug in die Oberliga-Aufstiegsrunde gegen den TuS 97 mit 25:24.


Verl (kra). Ehe die Handballerinnen des TV Verl am Donnerstag nach dem packenden Kampfspiel gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck ihren hauchdünnen 25:24-Sieg und den Einzug in die Aufstiegsrunde der Oberliga mit einem Freudentanz feiern durften, mussten sie wie die gut 200 begeisterten Zuschauer eine aufreibende Nervenprobe zu bestehen. Als aus ihrer 22:19-Führung (48.) ein 23:24-Rückstand (58.) geworden war, standen die Turnerinnen schon mit mehr als einem Bein in der Abstiegsrunde.

„Aber ausgerechnet zwei unserer Youngster sind dann ganz cool geblieben“, freute sich Ruben Voßhans, dass in der heißesten Phase des Spiels der Matchplan wieder eingehalten wurde. „Denn es war uns ja von vorneherein klar, gewesen, dass wir gegen diese starke Bielefelder Abwehr am ehesten über die Außen und über den Kreis zum Erfolg kommen würden“, kommentierte der Verler Coach die von Ilka Habig mit mutigen, aber auch perfekten Anspielen auf Kreisläuferin Fabienne Thiele erzwungenen Treffer zum 24:24 siebzig und zum 25:24 zehn Sekunden vor dem Abpfiff.

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Saisonziel erreicht. Und das in einem wahren Handball-Krimi. Durch den 25:24 (15:15)-Heimsieg gestern Abend im Nachholspiel gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck beendet das Frauenhandball-Oberligateam des TV Verl die Vorrunde mindestens auf Platz vier.

Als Fabienne Thiele nach 23:24-Rückstand fünf Sekunden vor dem Abpfiff nach Anspiel von Ilka Habig den Siegtreffer erzielte, war das Aufatmen groß. Zum Jubeln hatten die Verler Spielerinnen nach aufreibenden, hart umkämpften und von 200 Zuschauern (davon die Hälfte Jöllenbecker) lautstark begleiteten Spiel fast keine Kraft mehr.

Ihr nächstes Spiel am ersten März-Wochenende bestreiten die Verlerinnen damit in der Aufstiegsrunde, was nichts anderes bedeutet, als dass sie den Klassenerhalt bereits im Februar perfekt gemacht haben.

„Natürlich werden da Emotionen frei. Und wir stehen verdient auf diesem Platz. Wir haben uns nicht verrückt gemacht. Es ist schön zu sehen, dass das Vertrauen von mir in die Mannschaft genauso funktioniert hat wie deren Vertrauen ins Training und die Vorbereitung. Deshalb habe ich zu keinem Zeitpunkt gezweifelt, dass wir heute gewinnen“, sagte Trainer Ruben Voßhans.

Handball: Melina Voss, 14-jähriges Talent des TV Verl, erhält eine Einladung des DHB zum Sichtungslehrgang für Beachhandball.

Angepriesen wurde sie vom Frauencoach.


Verl (gwi). „Ich kenne da einen, der einen kennt.“ So könnte Melina Voss beginnen, wenn sie gefragt wird, wie ihre Karriere als Handballerin die Wendung ins Nationaltrikot genommen hat. Voss ist 14-jährige linke Rückraumspielerin in der C-Jugend-Landesligamannschaft des TV Verl. Und der, den sie kennt, ist Frauencoach Ruben Voßhans. Dieser wiederum ist mit Beachhandball-Bundestrainer Frowin Fasold bekannt. So schließt sich also der Kreis, der bei einer Nominierung des jungen Talents zu einem Sichtungslehrgang der U16-Beachhandball-Nationalmannschaft vom 8. bis zum 10. März in Witten endet.

Der Reihe nach: Die populäre Variante des Handballspiels im Sand lag durch die Pandemie einigermaßen brach. „Da ist zwei Jahre lang wenig passiert“, erklärt Voßhans. Jetzt steht allerdings eine Jugend-EM vor der Tür, und der Deutsche Handballbund (DHB) muss seine Reihen neu aufstellen. Entsprechend streckte der Bundestrainer seine Fühler aus, um geeignete Talente zu finden.

Von Uwe Kramme

Verl. Der Doppelschlag hat gesessen. Am vergangenen Freitag besiegte der TV Verl II in der Handball-Kreisliga den Spitzenreiter TSG Harsewinkel II mit 26:21 und am Sonntag ließ er einen 21:19-Erfolg gegen den Tabellenzweiten HSG Rietberg-Mastholte II folgen. „Das war nun wirklich nicht zu erwarten“, freute sich Timon Kreft: „Denn das letzte Spiel zuvor war Ende November und nach der langen Pause wussten wir wirklich nicht, wo wir stehen.“

Dafür weiß der 23 Jahre alten Trainer umso genauer, wo es für die muntere Verbandsligareserve hingehen soll. „Wir streben einen Platz in der Aufstiegsrunde der jeweils besten vier Mannschaften in den beiden Vorrundengruppen an.“ Reichen würde den Verler Handballtalenten dafür Rang vier. Schöner fände Kreft indes, wenn sein mit 11:9 Punkten hinter Rietberg (12:8) und Harsewinkel (12:6) notiertes Team den aktuellen 3. Platz halten könnte. Die Entscheidung darüber fällt am Samstag, ab 11 Uhr im Spiel gegen den Tabellenvierten SpVg. Steinhagen III (10:4).

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