Verl (zog). 23 Punkte liegen zwischen Spitzenreiter TV Verl und dem SC DJK Everswinkel, der als Tabellenvorletzter der Handball-Landesliga 2 am Samstag um 17 Uhr in der Verler Dreifachhalle aufschlägt.

„Natürlich liegt die Favoritenroller bei uns. Und ein Pflichtsieg mus es auch werden – so oder so“, ist Trainer Robert Voßhans klar, dass seine Mannschaft in jedem der neun verbliebenen Spiele voll gefordert ist. Nach dem äußerst knappen Sieg in Brockhagen vor einer Woche wissen die Verler auch, dass sie von keinem Gegner etwas geschenkt bekommen. „Die haben ihre ganze Qualität und Kampfkraft aufs Spielfeld gebracht. Wenn ein Gegner mit Alles-oder-Nichts-Einstellung kommt, dann kann er uns wehtun“, mahnt Voßhans. So gilt es auch gegen die erfahren, ab und an mit unorthodoxen Aktionen zum Torerfolg kommenden Gäste, die eigenen Stärken durchzudrücken. Das ist beim Spitzenreiter klar das Tempospiel – und zwar sowohl im Positionsangriff als auch beim Umschalten.

Steinhagen-Brockhagen (zog). Nach dem Spitzenspiel taten sich beide Topteams der Handball-Landesliga schwer. Während der TV Verl viel Mühe hatte, sich beim Kreisrivalen TuS Brockhagen mit 32:31 (18:16) durchzusetzen, verlor der Tabellenzweite VfL Herford mit 26:28 beim HT Senne. So bauten die Verler mit dem hart umkämpften Auswärtssieg den Vorsprung an der Tabellenspitze auf drei Punkte aus.

Vor allem Brockhagens siebenmal erfolgreicher und einst auch in Verl aktiver Yannick Sonntag machte der TVV-Abwehr zu schaffen. „Yannicks Schlagwürfe sind ja bekannt, aber wir waren in der Abwehr zu behäbig, und dadurch den Schritt zu spät“, sagte TVV-Trainer Robert Voßhans. „Weil viele Spieler die Woche über krank waren, haben ein paar Prozente gefehlt“, nominierte Voßhans seinen Bruder Raphael für den Abwehr-Innenblock nach. An der Angriffsleistung hatte der Trainer wenig auszusetzen. Lange spielte Verl mit dem siebten Feldspieler und hatte in der „crunchtime“ Glück, dass Luke Steinkamps Ball aus weiter Entfernung beim Gleichstand am leeren Verler Tor vorbeisegelte.

Handball: Landesliga-Spitzenreiter TV Verl landet Last-Minute-Sieg beim TuS Brockhagen und profitiert vom Ausrutscher des VfL Herford.


Verl (kra). Als Bastian Fischedick am Samstagabend 45 Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter sicher zum 32:31 verwandelte, hatte er die besten Aussichten, im Spiel gegen den TuS Brockhagen zum Derbyhelden des TV Verl zu werden. Doch die beiden Handball-Landesligisten trieben ihren dramatischen Schlagabtausch noch auf die Spitze. Als der TuS seinen letzten Angriff ausgespielt hatte, kam er über Rechtsaußen Luke Steinkamp noch zu einem freien Wurf. Doch der ehemalige Harsewinkeler scheiterte an Henri Tigges und der Keeper verschwand in der Verler Jubeltraube

Aber nicht nur die Gastgeber, denen Verls Trainer Robert Voßhans zugestand, „kämpferisch alles gegeben“ zu haben, trauerten dieser ausgelassenen Großchance hinterher. Auf der Tribüne hatten die Spieler des VfL Herford auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters gewartet. Weil sie zuvor mit 26:28 in Senne gepatzt hatten, liegen sie nun nach dem 17. Spieltag schon drei Zähler zurück.

Verl (zog). Nach dem 27:24-Sieg gegen den VfL Herford, den bis dahin einen Punkt besseren Mitkonkurrenten im Aufstiegskampf, folgt für den TV Verl als neuer Spitzenreiter der Handball-Landesliga ein intensiver März. Um einen Spannungsabfall macht sich TVV-Trainer Robert Voßhans wenig Sorgen. Mehr dagegen um die Aufstellung.


Für Motivation sorgt schon der Derbycharakter, denn heute geht es zum Kreisnachbarn TuS Brockhagen. „Wir werden 16 Mann eintragen, aber wer tatsächlich einsatzfähig ist, stellt sich erst kurzfristig heraus“, musste Voßhans im Training krankheitsbedingt unter anderem mit Thilo Vogler, Lars Jogereit und Johannes Dorow fast auf seinen kompletten Abwehr-Innenblock verzichten.

Handball-Landesliga

Verl (kra). Nach dem überzeugenden 27:24-Sieg im Spitzenspiel gegen den VfL Herford (29:3 Punkte) kehren die Handballer des TV Verl (30:2 Punkte) am heutigen Samstag mit der Partie beim Tabellensiebten TuS Bockhagen (15:15 Punkte) in den Alltag der Landesliga, Staffel 2, zurück. „Alle wissen, worum es da geht“, mahnt Robert Voßhans „volle Konzentration“ an. „Denn wenn wir den angepeilten Aufstieg schaffen wollen, dann dürfen wir uns in diesem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Herford partout keinen Ausrutscher erlauben.“

Die Aufgabe beim alten Kreisrivalen bezeichnet der Verler Coach indes als „durchaus herausfordernd“. „Denn Brockhagen ist zwar Tabellensiebter, steht aber nach der 20:21-Niederlage in Coesfeld unter Druck, weil der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz neun nur einen Punkt beträgt. Die werden deshalb mit einer Alles-oder-nichts-Mentalität in dieses Derby gehen.“ Weil mit Torhüter Patrick Schmidt und Rückraumspieler Yannick Sonntag zwei ehemalige Verler zu den Leistungsträgern der Gastgeber gehören, erwartet Voßhans darüber hinaus noch eine besondere Prise Derbymotivation beim Gegner.

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Was für eine Kulisse, was für ein Spiel. Vor trotz des zeitgleichen Drittliga-Fußballspiels 800 Zuschauern in der brodelnden Dreifachhalle hat der TV Verl am Samstag die Tabellenführung in der Handball-Landesliga erobert. In einem mitreißenden, temporeichen und der Kulisse würdigen Partie gewannen die Verler mit 27:24 (11:10) gegen den als Spitzenreiter mit nur einem Minuspunkt angereisten VfL Herford.

Dabei beeindruckte der furiose Start des Teams von Robert Voßhans: Angeführt vom überragenden Thomas Fröbel im linken Rückraum zwangen die Verler Gästetrainer Christian Bönsch („Verl hat verdient gewonnen“) bereits nach 8:30 Minuten zur Auszeit. Die verpuffte erst einmal, weil die Gastgeber weiter ihr Tempospiel aufzogen und mit Top-Quote auch im Positionsangriff erfolgreich waren. Bis in der 14. Minute bei Fröbel eine alte Verletzung („Es zieht vom Bauchmuskel herunter bis in die Leiste rein“) wieder aufbrach.

Der Routinier, der das Team bis dahin exzellent geführt hatte, konnte trotz Behandlung im zweiten Durchgang nur noch für zwei verwandelte Siebenmeter aufs Feld. Das Team musste sich neu finden.

Verl (zog). Ausgerechnet das Spitzenspiel zum Hinrundenende musste Ende des vergangenen Jahres verschoben werden, weil die Verler Dreifachhalle belegt war. Heute wird nachgeholt. Wenn das Schiedsrichtergespann Pohl/Zajac um 17 Uhr anpfeift, stehen sich mit Gastgeber TV Verl (28:2 Punkte) auf Tabellenplatz zwei und Spitzenreiter VfL Herford (29:1) die beiden herausragenden Mannschaften der Handball-Landesliga gegenüber.
„Ich spreche nicht von Druck, aber wenn wir das Ding zu Hause verlieren, haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand“, schildert Trainer Robert Voßhans die Verler Ausgangsposition. Auch in dem Wissen, dass es zum Saisonfinale am 11. Mai nicht einfach werden würde, sich die Punkte wieder zu holen, weil in Herford ohne Harz gespielt wird.

Doch auch die Herforder haben die Favoritenrolle im Vorfeld gern an die Verler abgegeben. „Das zeugt ja auch von Respekt vor uns“, weiß Voßhans um die Stärken der bis jetzt noch von keinem Gegner bezwungenen 3:2:1-Abwehr der Gäste, stellt dem aber die eigene Stärke entgegen. „Sie decken das wirklich gut und konsequent. Aber ich glaube nicht, dass Herford schon auf einen Gegner getroffen ist, der soviel individuelle Qualität im Eins-gegen-Eins hat wie wir.“

Handball: Landesligist TV Verl wird beim 36:23 gegen Bielefeld zu wenig gefordert, als dass die Partie zur Einstimmung auf das Spitzenspiel taugt.

Von Uwe Kramme

Verl. Mit einem nicht nur völlig ungefährdeten, sondern auch noch in der Höhe mehr als verdienten 36:23-Heimsieg gegen die HSG EGB Bielefeld haben die Handballer des TV Verl ihre gute Ausgangsposition in der Landesliga, Staffel 2, gewahrt. Doch von guter Stimmung und zuversichtlicher Vorfreude auf den ersten Saisonvergleich mit dem Spitzenreiter VfL Herford (29:1 Punkte) am kommenden Samstag an gleicher Stelle konnte beim Tabellenzweiten (28:2 Punkte) am 15. Spieltag keine Rede sein.

„Wenn wir gegen Herford was reißen wollen, dürfen wir unser Spiel nicht so wild werden lassen“, stellte Thomas Fröbel nach einer Partie fest, die angesichts der deutlich unterschiedlichen Möglichkeiten der Kontrahenten für den Routinier „mit irgendwas über vierzig zu irgendetwas unter 20 Toren“ hätte enden müssen.

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