Verl (man). Im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga musste der TV Verl einen herben Rückschlag hinnehmen. Zwei Wochen nach dem Sieg gegen die Nettelstedter Bundesliga-Reverse verlor die Mannschaft beim körperlich überlegenen und energisch zupackendem CVJM Rödinghausen mit 15:32 (8:17).

„Rödinghausen ist schwer zu spielen und liegt uns von der Spielanlage nicht, aber so muss man nicht verlieren. Das war ein gebrauchter Abend, an dem nichts funktioniert hat“, ärgerte sich Verls neuer Trainer Hubertus Neuhaus nach seinem zweiten Spiel an der Seitenlinie.

Mit 9:21 Punkten sitzt den Verlern als Drittletzter mit ebenfalls neun Pluszählern die HSG Porta Westfalica als erster Abstiegskandidat im Nacken. Der Rückstand auf den sicheren Platz elf beträgt schon vier Punkte, weil Altenbeken/Buke beim Schlusslicht HSG Hüllhorst gewann.

„Alles was vor zwei Wochen gegen Nettelstedt gut lief, war wie weggeblasen. Das war ein Rückfall in alte Spielmuster“, ärgerte sich Neuhaus, auf den in den kommenden Wochen noch einiges an Arbeit zukommt. Denn: „Wir haben die Abwehr nie stabil bekommen und überhaupt keinen Zugriff gehabt.“ Das galt sowohl für die offensivere 3:2:1-Variante als auch für das 6:0-System.

Harsewinkel (gl). Das ist ein Paukenschlag und deutet auf eine Verschiebung der handballerischen Kräfteverhältnisse im Kreis hin. „Und für uns ist es eine Bestätigung unserer Arbeit, dass die beiden bei uns zugesagt haben“, kommentierte Manuel Mühlbrandt (Bild, l.), Trainer des Verbandsligisten TSG Harsewinkel den am Samstag bekannt gegebenen Wechsel von Thomas Fröbel (Bild, r.) und Albert Kreismann vom Kreisrivalen TV Verl zur TSG Harsewinkel.

„Albert ist sehr variabel einsetzbar, wobei der Kreis passend zum Namen seine Hauptposition ist“, sagt Trainer Manuel Mühlbrandt schmunzelnd über den dynamischen Kreismann, der kürzlich seinen 21. Geburtstag feierte.

Thomas Fröbel spielte insgesamt acht Jahre lang (mit einjährigem Intermezzo beim Oberligisten TSG Altenhagen-Heepen) für den TV Verl. „Harsewinkel hat eine junge, sehr gut ausgebildete Mannschaft, die schnellen Handball spielt. Das passt sehr gut zu meinen Spielstil“, erklärt Fröbel, der aktuell wegen eines Kreuzbandrisses pausiert. Der 27-Jährige möchte in der kommenden Saison „gern Verantwortung übernehmen, damit sich die jungen Spieler weiterentwickeln können. Für ihn habe in den nächsten Wochen allerdings der Klassenerhalt mit Verl Priorität. „Auch wenn ich nicht eingreifen kann, bringe ich mich abseits des Platzes voll ein“, sagt Fröbel.

Für TSG-Trainer Mühlbrandt eröffnet der Transfercoup ganz neue Möglichkeiten: „Thomas gehört zu den besten Spielmachern der Verbandsliga und wird uns in der spielerischen Entwicklung sicher nach vorne bringen. “

Verl (zog). Ein Buchmacher würde die Quote seiner Mannschaft im Sonntags-Auswärtsspiel beim CVJM Rödinghausen wohl mit 10:90 beziffern, rechnet sich Hubertus Neuhaus bei seinem zweiten Einsatz als Trainer des Handball-Verbandsligisten TV Verl (zumindest nach außen hin) wenig aus.

Der erfahrene Trainer und frühere Torwart hat Respekt vor der Spielweise und Heimstärke des Tabellensiebten. „Die sind nicht einfach zu spielen. Gegen ihre stabile Abwehr muss man den Ball laufenlassen“, sieht Neuhaus die mit 16:14-Punkten eigentlich unter Wert geführten Rödinghausener auch im Angriff gut aufgestellt. Nicht umsonst gehören Lukas Reese und Alexander Deuker zu den besten Torschützen der Liga. „Und sie spielen mit hohem Tempo von hinten raus“, weiß Neuhaus.
Die Verler fahren ohne Albert Kreismann (privat verhindert) Richtung Herford, bei Tim Reithage ist weiter fraglich, ob es bereits zu einem Einsatz reicht.

Dafür hat der Winterberger Arbeitgeber der beiden Mazedonier Kristijan Kostovski und Kristijan Talevski in Aussicht gestellt, ab Sonntagmittag freizugeben. „Das winterliche Wetter spielt uns natürlich gar nicht in die Karten“, musste Niehaus im Training auf beide in den vergangen zwei Wochen verzichten. „Wir versuchen, sie nach Verl zu holen, aber das ist sehr viel Behördenkram. Denn sie können die Arbeitsstelle nicht einfach wechseln“, erläutert der Verler Trainer.

Harsewinkel/Verl (WB). Sechs Spiele bis Ostern, sechs Spiele nach Ostern – für die beiden Handball-Verbandsligisten TSG Harsewinkel und TV Verl steht noch fast eine komplette Rückserie auf dem Programm. Zeit genug, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Während es für den TVV nur um den Klassenerhalt geht, darf in Harsewinkel weiter vom Aufstieg geträumt werden.

Zwischen Mittelfeld und Abstiegszone hat sich in der Verbandsliga eine Lücke aufgetan. Der TV Verl, mit 9:19 Punkten Drittletzter, kämpft nur noch mit drei weiteren Teams um den Klassenerhalt – zwei werden es nicht schaffen. Punkten um jeden Preis ist daher angesagt, auch wenn es für den TVV am Sonntagabend (18 Uhr) zum CVJM Rödinghausen geht. »Diese Aufgabe wird ein dickes Brett für uns, da muss man realistisch sein. Ich werde mich jedenfalls nicht hinstellen und sagen: Alles kein Problem, die hauen wir weg«, so Hubertus Neuhaus. Nach seinem gelungenen Trainerdebüt beim 29:26-Erfolg über den TuS Nettelstedt gilt es weiterhin, die Abwehr zu stabilisieren. Die Karnevalspause lieferte dabei die Gelegenheit, um an bestimmten Abläufen zu feilen.

Von unserem Redaktionsmitglied Stefan Herzog

Verl (gl). Zu Beginn wurde es dunkel in der Verler Dreifachhalle: Neuerdings laufen die TVV-Verbandsligahandballer bei Stroboskop-Beleuchtung zu ihren Heimspielen auf. „Bundesligareif“, wie Sprecher Thorsten Nöthling fand. Gut 80 Minuten später applaudierten die Verler Fans unter den wohl 300 Zuschauern auf der hell erleuchteten Tribüne mit Klatschpappen stehend ihrer Mannschaft.

Zwischen „Whatever You Want“ von Status Quo zu Beginn und Dr. Albans „Sing Hallelujah“ nach Abpfiff lag das mit einem 29:26 (13:13)-Erfolg über Spitzenteam TuS Nettelstedt II rundum gelungene und mit zwei verdienten Punkten für den Klassenerhalt belohnte Trainerdebüt von Hubertus Neuhaus. Garniert mit den ebenfalls ersten Einsätzen der Mazedonier Kristijan Talevski und Kristijan Kostovski.

„Dabei waren die Voraussetzungen lausig“, wusste Neuhaus bis um 17 Uhr nicht, welche Spieler zur Verfügung stehen würden. „Dafür war es sensationell“, hatte der nach seiner Knie-OP noch humpelnde Trainer dann doch eine gut besetzte Bank.

TV Verl gewinnt 29:26 mit Trainer Neuhaus und Mazedonier-Duo

Verl(WB). Verletzte und Kranke beim TV Verl: Bis zwei Stunden vor dem Anwurf, so erzählt Hubertus Neuhaus später, habe er noch nicht gewusst, wer spielen würde.

Doch die Angeschlagenen, wie etwa der grippegeschwächte Thilo Vogler, beißen sich durch und werden dafür auch belohnt: Der heimische Handball-Verbandsligist bezwingt in einer von der ersten bis zur 58. Minute packenden Partie den TuS Nettelstedt II mit 29:26 (13:13) Zwei überlebenswichtige Punkte im Abstiegskampf! »Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten«, strahlt Neuhaus, der neue Trainer des TVV, nach seiner gelungenen Premiere am Samstagabend.

Über die darf sich ebenso das erstmals eingesetzte Mazedonier-Duo freuen, wobei Kristijan Kostovski mehr Einsatzminuten bekommt als sein Landsmann Kristijan Talevski. Kostovski überzeugt vor allem in der Defensive, zerrt und zieht frech-forsch an den Trikots seiner Kontrahenten. Die starke Abwehrleistung ist für Hubertus Neuhaus auch der Schüssel zum Erfolg gewesen. »Mir war klar, dass wir den Hebel hinten ansetzen mussten. Im Klartext: mehr Galligkeit. Und das haben wir auch prima hinbekommen«, lobt der Coach sein kämpfendes Kollektiv, das im Hinspiel noch 40 Gegentore eingeschenkt bekam.

Mit Spannung wird in Verl das Trainerdebüt von Hubertus Neuhaus erwartet. An diesem Samstag ist es soweit, wenn der Tabellenvorletzte um 19 Uhr den Verbandsliga-Dritten TuS Nettelstedt II empfängt. »Ich habe das Thema Abstiegskampf offen angesprochen. Wir spielen nur um den Klassenerhalt, das gilt es anzunehmen«, sagt Hubertus Neuhaus. Motivationsprobleme bei der Mannschaft hat der 54-Jährige (»Daran liegt es sicher nicht«) in persönlichen Gesprächen und in seiner ersten Trainingswoche beim TVV nicht ausmachen können. Es seien vielmehr faktische Dinge, die zum Absturz geführt hätten. »Wir haben die schlechteste Abwehr der Liga. Das ist für mich ein Ansatzpunkt, da müssen wir uns stabilisieren«, sagt Neuhaus, der im nächsten Schritt das Spieltempo erhöhen will. »Wenn du jeden Angriff von der Mittellinie starten musst, weil du davor ein Tor kassiert hast, funktioniert das nämlich nicht«, so der Coach.

Probleme bereitet das Personal. Es kursiert ein grippaler Infekt, Thilo Vogler, Andre Hesse sowie Jan-Hendrik Schott konnten nicht trainieren. Alexander Wiese ist nach seinen Hüftproblemen erst seit Mittwoch wieder dabei.

Verl (zog). Ein Grippewelle hat Hubertus Neuhaus, dem neuen Trainer beim abstiegsgefährdeten Handball-Verbandsligisten TV Verl, einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Nach guten Trainingseinheiten bei voller Motivation drohen nun mit Thilo Vogler, Andre Hesse und Hendrik Schott drei Rückraumspieler krankheitsbedingt im Heimspiel gegen den Tabellendritten TuS Nettelstedt II (Samstag, 19 Uhr) auszufallen.

Und Alexander Wiese, der das Quartett der zweiten Reihe vervollständigt, ist nach seinen Hüftbeschwerden erst wieder am Dienstag ins Training eingestiegen. „Ich weiß wirklich nicht, wer verfügbar ist, oder ob ich mit vier Kreisläufern spielen muss“, versucht Neuhaus, die schwierige Ausgangslage mit einer Prise Ironie zu nehmen.

Ansonsten hält sich der seit zwei Wochen verantwortliche Übungsleiter an einen Spruch von Fußballtrainer Jürgen Klopp: „Wenn wir schon mal da sind, dann werden wir versuchen, auch was mitzunehmen.“ Die Verler versuchen, die beiden spielberechtigten, aber in der Gastronomie in Winterberg beschäftigten Mazedonier für einen ersten Einsatz in die Halle zu bekommen. Und der Spielmarkt werde in puncto sofortige Neuzugänge weiter, so Neuhaus, „gescreent“. „Es wäre fahrlässig, nicht alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Aber es ist schwierig, jemand zu finden, der uns verstärkt und dabei das Gefüge unserer Studentenmannschaft nicht durcheinander bringt. Geld ist sowieso keine Option “, sagt Neuhaus.

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