Von Stefan Herzog

Verl (gl). Der zufällige Tribünennachbar, ehemaliger Handballer und seit Jahrzehnten aufmerksamer Beobachter des Handballgeschehens in der Region (aber länger nicht in Verl zu Gast), war erstaunt, als er den regelmäßigen Beobachter der Verler Heimspiele in der Pause nach dessen Tipp zum Spielausgang fragte – und der einen klaren Heimsieg mit bis zu fünf Toren Differenz für durchaus möglich hielt.

Fünf Minuten vor Abpfiff verabschiedete sich der einst in Ahlen aktive Zuschauer mit den Worten „Hier brennt nichts mehr an.“ Da führten die Verler im Landesligaspiel gegen die DJK Coesfeld mit 25:20 und fuhren beim 27:21 am Ende sogar einen Sieg mit sechs Treffern Unterschied ein. Nach dem es beim 11:13-Rückstand zum Seitenwechsel tatsächlich nicht ausgesehen hatte.

Denn da war der Spitzenreiter immer wieder am starken und sein Tor in kurzer Hose hervorragend ausfüllenden DJK-Keeper Niels Heuermann gescheitert. 15 Fehlwürfe plus fünf technischer Fehler standen beim Seitenwechsel auf dem Statistikzettel von TVV-Trainer Robert Voßhans. Die Gastgeber schafften es zudem in der Abwehr nicht, vor allem den achtmal erfolgreichen Mittelmann Tim Püttmann zu blocken.

Und im TVV-Tor bekamen weder Alex Greitens noch Johnny Dähne viele Bälle zu fassen. Bezeichnend für Durchgang eins waren die letzten Sekunden, in denen die Verler mit dem siebten Feldspieler auf Linksaußen abräumen sollten. Stattdessen scheiterte Mathis Griese sieben Sekunden vor der Sirene auf der Mitte mit einem halbherzigen Versuch, den Torwart Heuermann mit dem Wurf ins leere Tor zum 11:13 bestrafte.

Doch nach der Kabinenansprache fanden die Verler die richtigen Mittel. Nun konsequent mit dem siebten Feldspieler agierend, wurden Chancen herausgespielt. Vor allem aber die zeitweise Umstellung auf eine 4:2-Abwehr brachte endlich Zugriff und Ballgewinne.

Es spricht für das Selbstvertrauen des Tabellenführers, dass die junge Mannschaft auch ohne den bis Saisonende ausfallenden Leader Thomas Fröbel nicht nervös wurde und immer an sich und an die Wende glaubte. Dazu trug wieder mal der große Kader bei, in dem diesmal Johannes Wittenstein in der Abwehrmitte und am Kreis überzeugte und Thilo Vogler Verantwortung übernahm.

Nach zwei Fehlversuchen erzielte Rechtshänder Marcel Erichlandwehr zwei wichtige Treffer zum 17:17 und vor allem zum 19:18. Denn das war in der 47. Minute wieder die erste Führung, die sich der weiter mit sechs Punkten Vorsprung von der Spitze grüßende TV Verl nicht mehr nehmen ließ. Gegen nun auch kräftemäßig nachlassende Gäste brachten vier Treffer in Folge vom 22:20 zum 26:20 vor knapp 200 Zuschauern die Entscheidung.

TV Verl - DJK E. Coesfeld 27:21

TV Verl: Greitens/Dähne – Griese (2), Vogt, Fischedick (9/4), Trapphoff (6/2), Dorow, Wittenstein (3), Altenau (1), Erichlandwehr (2), Wagner, Jogereit, Vogler (3), Schüpping (1)

Schiedsrichter: Landwehrmann/Seeger

Zeitstrafen: Vogler (12.), Erichlandwehr (49.), Jogereit (52.) – 3 bei Coesfeld

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