Handball: Verbandsligist TV Verl kann nach der jüngsten Niederlage nur noch in einem sehr theoretischen Konstrukt die Klasse halten.

Verl (gwi). Was ist eigentlich reißfester: der seidene Faden, an dem das eigene Schicksal hängt, oder der letzte Strohhalm, nach dem man verzweifelt greift? Im Fall des TV Verl tendiert die Widerstandskraft beider Materialien nach der 24:34 (11:14)-Niederlage gegen TuRa Bergkamen zu der eines Spuckefadens, an dessen Ende jener Tropfen baumelt, der das Abstiegsfass endgültig zum Überlaufen bringen wird.

Das heißt in Zahlen: nur wenn der TVV seine drei noch ausstehenden Spiele gewinnt und gleichzeitig der TV Isselhorst sämtliche vier noch zu spielenden Partien – darunter das Derby gegen Verl – verliert, kann das Team von Trainer Robert Voßhans noch auf den Relegationsplatz sieben der Verbandsliga klettern. Und ob der dann überhaupt in eine Hoffnungsrunde führt, entscheidet sich in der 3. Liga, in der das Team HandbALL Lippe II als Viertletzter ebenfalls um den Klassenerhalt spielen muss. Misslingt das, steigen ohnehin alle Tabellensiebten der Verbandsligen ab.

Gegen Bergkamen schien beim 5:0 aus Sicht der Ruhrgebiets-Sieben schnell klar zu sein, wo die Reise hingeht. Doch Verl glich in einem Kraftakt wieder aus (8:8) und ging sogar mit 9:8 und 10:9 in Führung. Das erklärt der Coach damit: „Wir haben mit einer 6:0-Deckung angefangen, um den Kreisläufer in den Griff zu bekommen. Dann haben wir auf eine 3:2:1-Formation umgestellt, was Bergkamen vor massive Probleme gestellt hat.“ Kaum war die Partie offen, war Bergkamen wieder dran, erzielte das 14:10 und kurz nach der Pause das 17:13. Mit dem 17:18 schickte Verl letztmalig ein Lebenszeichen in dieses Duell, das für die restlichen 23 Minuten ausnahmslos zugunsten der Gastgeber lief. „Wir haben in der 44. Minute eine Überzahlsituation mit 0:2 verloren. Das war der Knackpunkt“, ordnete Voßhans ein. Zu den faktisch nicht mehr vorhandenen Chancen im Abstiegskampf sagte er: „So realistisch und ehrlich muss man sein.“

TV Verl: Greitens/Tigges – Griese (1), Fischedick (3), Trapphoff (8/3), Dorow (3), Wittenstein, Schidetzky (2), Janzen, Erichlandwehr (1), Wiese (6), Jürgenlimke, Ra. Voßhans, Vogler.

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