(NW 10.01.2026) Schlüsselspiel um den Klassenerhalt
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(NW 10.01.2026) Schlüsselspiel um den Klassenerhalt

Handball: Oberligist TV Verl empfängt LIT Tribe 1912 III ohne Nachverpflichtungen.

Verl (kra). Den TV Verl mit einer Teilnahme am Handball-Kreispokal für die Fortsetzung der Handball-Oberligasaison an diesem Samstag gegen LIT 1912 III vorzubereiten, war für Thorben Gottsleben keine Option. Dabei genügt ein Blick auf die Tabelle, um die Bedeutung dieser Partie im Kampf um den Klassenerhalt einschätzen zu können.

Denn der Tabellen-13. (3:21 Punkte) empfängt mit dem Rangelften (7:17) einen der wenigen Gegner, die sich noch in Schlagdistanz befinden. „Die Sporthalle in Verl stand uns wegen Fußballturnieren nicht zur Verfügung. Wir konnten deshalb in der Weihnachtspause nicht trainieren und ich halte nichts davon, aus der kalten Hose ein Turnier zu bestreiten, bei dem man gefühlt zwei Stunden Pause zwischen den Spielen hat“, erklärt der Verler Coach die Pokal-Abstinenz auch mit der Verletzungsgefahr.

Als „notgedrungen kurz und knackig“ fasst Gottsleben deshalb zusammen, was er in den drei Einheiten der ersten Trainingswoche im neuen Jahr bei seiner Mannschaft zu erreichen versucht hat. „Schließlich war ja in der Hinrunde offensichtlich, dass wir die Zahl unserer technischen Fehler und Ballverluste deutlich reduzieren und viel mehr Durchschlagskraft im Angriff entwickeln müssen.“ Vieles sei dabei eine Frage der Einstellung. „Denn die Mannschaft hat ja durchaus in einigen Spielen gezeigt, dass sie mehr Qualität hat, als es die Ergebnisse vermuten lassen. Aber eine ordentliche erste Halbzeit reicht nun mal nicht, wir müssen unser Leistungsvermögen über 60 Minuten abrufen.“

Für den von drei Absteigern ausgehenden Gottsleben („Sicher bist du erst als Viertletzter“) ist für einen erfolgreichen Kampf um den Klassenerhalt die Einstellung entscheidend. „Deshalb muss sich jeder bei uns fragen, ob das, was er bisher im Training, aber auch im Spiel investiert hat, ausreicht.“ Für den Coach gilt das umso mehr, als er noch nicht auf die prominenten Nachverpflichtungen zurückgreifen kann.

Der ehemalige Drittligaspieler Paul Freier ist nach seinem Muskelbündelriss im Oberschenkel noch nicht ganz wettkampftauglich und der vom Drittligisten TSG Altenhagen-Heepen gekommene Ex-Nationalspieler Jens Bechtloff muss noch bis Ende Februar seine Wechselsperre absitzen. Umso ärgerlich ist es für den Verler Coach, dass sich mit Moritz Altenau ein Rückraumspieler bis Saisonende wegen einer Weltreise bis zum Saisonende abgemeldet hat.