(Glocke 15.12.2025) Hartkämper rettet einen Punkt
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(Glocke 15.12.2025) Hartkämper rettet einen Punkt

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Der dritte Punkt ist auf dem Konto und damit Schlusslicht Tus Brake um genau diesen Zahler erst einmal hinter sich gelassen. Die Einordnung des 27:27 (16:12) gegen den ASV Senden im Heimspiel vor ausgezogener und mit 280 Zuschauern besetzter Tribüne fiel Torben Gottsleben, dem Trainer des Handball-Oberligisten TV Verl, leicht.

„Schaue ich auf die erste Halbzeit, war es ein verlorener Punkt, aber nehme ich den finalen Spielverlauf in den letzten fünf Minuten dazu, dann müssen wir froh über diesen Zähler sein. Auf jeden Fall war es ein Punkt für die Mannschaft", fasste Gottsleben zusammen.

Diesen Mannschaftspunkt sicherte zehn Sekunden vor Abpfiff der junge Linkshänder Lukas Hartkämper, der mit Mut und Nervenstärke von Rechtsaußen erfolgreich war. „Das freut mich sehr für ihn, dass er sich diesen Wurf nimmt und trifft. Die Jungs stecken nicht auf", sah der Trainer aber auch wieder Wellen in der Leistungskurve.

Noch nicht so extrem allerdings im ersten Durchgang, in dem die Verler, angeführt vom insgesamt achtmal erfolgreichen Moritz Herzog auf Halblinks einen sehr guten Start hinlegten und nach sieben Minuten mit 5:1 vorne lagen. Auch als die Sendener sich getangen und zum 8:8 ausgeglichen hatten, kippte das Spiel nicht.

Nach einer Auszeit und mit dem erst am Tag zuvor von einem Miami-Urlaub zurückgekehrten Thilo Vogler auf links, Paul Vogt in der Mitte und Johannes Dorow am Kreis zogen die Verler wieder auf 12:8 davon und gingen mit einem verdienten 16:12-Vorsprung in die Pause.

Nach Wiederanpfiff wuchs die Zahl der technischen Fehler, von vergebenen Chancen bis zu unnötigen Abspielfehlern an und gab eine Steilvorlage für das gefürchtete Konterspiel der Gäste. Dafür wurden die Verler Torleute zu einem Faktor. Torben Fischedick gab im ersten Durchgang mit da bereits neun Paraden von Beginn an Rückhalt und kam im Ganzen auf 14 abgewehrte Bälle. Henri Tigges hielt in der 28. Minute beim 24:22 einen Siebenmeter und seine Mannschaft in der Crunchtime mit drei ganz wichtigen Paraden im Spiel.

Dennoch schien Zählbares, das noch beim 25:22 (Erichlandwehr, 49. Minute) realistisch war, ernsthaft in Gefahr. Mit drei Treffern in Serie ging Senden erstmals in Führung (26:27, Minute 58:22). Nach der Auszeit des Verler Trainers verlor sein Team noch einmal den Ball, erkämpfte sich mit offensiver Abwehr dann aber die allerletzte Chance, die Hartkämper zum 27:27 nutzte.