Verl (zog). Der TV Verl eröffnet mit dem heutigen Heimspiel gegen den TuS Wehe den 19. Spieltag in der Frauenhandball-Oberliga, die auf ein Saisonende ohne Aufsteiger zusteuert.
Doch erst einmal zu der um 20.15 Uhr in der Verler Dreifachhalle angepfiffenen Partie gegen den Tabellennenten, der aus dem nördlichsten Zipfel NRWs angereist kommt und mit dem die Verlerinnen noch eine Rechnung offen haben. Denn im Hinspiel ist das Team von Matthias Foede vor allem an Wehes bissiger Abwehr gescheitert. „Sie kämpfen leidenschaftlich und sind ein echtes geschlossenes Team. Umso mehr wollen wir uns für die 21:23- Hinrundenniederlage revanchieren",sagt Matthias Foede. Dabei will der Verler Trainer an die trotz Niederlage gute Leistung beim Spitzenreiter LiT aus der Vorwoche anknüpfen. „Nur mit besserer Chancenauswertung", nennt Foede damit gleich den Grund, warum die Partie am vergangenen Wochenende mit 25:31 verloren ging.
Weiter fehlen verletzt Nele Fortmeier, Marie Brinkschnieder und Melina Voss. Dazu gesellt hat sich Tessa Korek, die mit einer Fingerblessur mindestens zwei Wochen lang austallt. Bis zum Saisonende haben die Verlerinnen inklusive der heutigen Partie noch vier Spiele. In der Hinrunde haben sie drei davon (gegen Wehe, Werther/Borgholzhausen und Union Halle) verloren. „Unser Anspruch muss sein, das nun besser zu machen", so Foede. Um im Saisonendspurt die HSG Petershagen/Lahde auf Rang zwei noch abzufangen, müssten die Verlerinnen vermutlich sogar alle vier Partien gewinnen und die HSG noch drei Zähler abgeben. Zwar verzichtet Petershagen genau wie Spitzenreiter LiT Il auf den Aufstieg, doch der Verband hat entschieden, dass der dritte Platz am Saisonende nicht zum Aufstieg berechtigt, sondern stattdessen ein Regionalligist weniger absteigt.
„Ein Kuriosum, das aber für mich in Ordnung ist", sagt Foede, der in gleicher Situation nicht auf den (allerdings sehr hohen Sprung) in die Regionalliga verzichten würde. Wichtiger sei aber, „dass die Mannschaft sich entwickelt und wir am Ende der Saison sagen können, die Leistung bei der Vizemeisterschaft aus dem vorigen Jahr bestätigt zu haben." Da waren die Verlerinnen erst am letzten Spieltag noch von Platz eins verdrängt worden.


