(Glocke 19.01.2026) Kampf angenommen, Leidenschaft gezeigt, Ausfälle kompensiert
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(Glocke 19.01.2026) Kampf angenommen, Leidenschaft gezeigt, Ausfälle kompensiert

Verl (z0g). „Es wurde uns alles abverlangt, im kämpferischen und physischen Bereich. Will sagen, wir haben ganz schön was aufs Fell bekommen, aber wir haben uns gewehrt", kommentierte ein „wirklich sehr zufriedener" Trainer Matthias Foede den 31:27 (15:14)-Auswärtssieg bei der SG Handball Ibbenbüren. Es war der zweite Erfolg in Serie für die Oberligahandballerinnen des TV

Verl, die damit optimal ins neue Jahr gestartet und in der allerdings schiefen Tabelle auf Rang drei geklettert sind. Als es mit der knappen 15:14-Führung in die Pause ging, war dem Trainer längst klar, dass es für diese Partie keinen Schönheitspreis geben würde. „Das müssen wir hier über den Kampf regeln und in dieser Hinsicht noch eine Schüppe drauflegen", berichtete Foede von der Kabinenansprache. Denn die personellen Voraussetzungen hatten sich vor und während der Partie bei den nun auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallenen Gastgeberinnen erheblich verschlechtert.

Wegen einer Grippe hatte Nele Fortmeier kurzfristig passen müssen, mit Mira Dargel verdrehte sich die zweite Kreisläuferin beim Aufwärmen das Knie. Das passierte in der 45. Minute auch noch Marie Brinkschnieder; die mit sechs Treffern stark aufspielende Rechtsaußen Hannah Hölz erhielt nach Wiederanpfiff einen Schlag auf die Hand und fiel ebenfalls aus, sodass nur noch eine Feldspielerin zum Wechseln auf der Bank saß.

„Das bedeutete für alle viel Arbeit, und es ging auch teils wild hin und her.Zudem haben wir gefühlt ab der 45. Minute in Unterzahl gespielt, teils mit vier gegen sechs", berichtet Foede und lobte seine Mädels, dass die sich auch bei zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen nicht hätten aus der Ruhe bringen lassen.

Die Abwehr spielte mit der gleichen Taktik wie in der Vorwoche, erst mit einer die Hauptangreiferin hoch aufnehmenden 5:1-Variante, dann im 4:2. Das aber diesmal offensiv auf der rechten und nicht wie gegen Petershagen auf der linken Abwehrseite. „Da haben sich alle gut reingehangen", so Foede. Doch das größte Lob ging an die Einstellung: „Alle haben gemerkt, dass dieses Spiel ohne Kampf und totale Leidenschaft nicht zu gewinnen ist."

Da schmeckte der Kuchen zum 27. Geburtstag von Co-Trainer Timon Kreft anschließend in der Kabine noch mal so süß.
Jetzt hoffen die Verlerinnen, dass sich die Verletzungen nicht als langwierig herausstellen. Weiter geht es dann erst in zwei Wochen mit dem Heimspiel gegen den TSV Oerlinghausen.