Von Stefan Herzog
Verl (gl). Mit Fußballtrainer Tobias Strobl, der mit dem SC Verl in fünf Tagen gegen Waldhof Mannheim in den Saisonteil 2026 startet, saß am Samstag eigentlich ein Erfolgsgarant auf der Tribüne. Nicht weit davon entfernt schaute sich erstmals der bis Dezember für Drittligist TSG Altenhagen aktive und deshalb noch bis mindestens Mitte Februar gesperrte künftige Hoffnungsträger Jens Bechtloff neben Teammanager Jasmin Baltic ein Spiel des Handball-Oberligisten TV Verl in der Dreifachhalle an.
Sowohl der sehr konzentriert zuschauende Fußballtaktiker als auch der langjährige Bundesligahandballer und fünfmalige Nationalspieler werden nach der 27:33 (10:14)-Niederlage gegen LiT Tribe III gesehen haben, dass der Klassenerhalt für das wieder auf den letzten Rang zurückgefallene Team von Torben Gottsleben ein ganz hartes Stück Arbeit wird. Und ohne die für die kommenden Wochen erhoffte Verstärkung durch Paul Freier und später auch Bechtloffs kaum zu bewerkstelligen sein wird.
Zu fehleranfällig präsentierte sich wieder einmal der Angriff. Die Quote schwach, auch bei wirklich guten, weil freien Wurfmöglichkeiten und immer noch mit vielen Fehlern und Ballverlusten, worüber sich die schnell konternden Gäste freuten und zu einfachen Treffern kamen.
Doch auch im Positionsspiel waren die Gäste eingespielter, druckvoller, ballsicherer und spielten die nicht sattelfeste TVV-Defensive daher ein ums andere Mal aus. Bis zum 10:11 (25. Minute) hielt Verl mit, dann sorgte ein Fünf-Tore-Lauf zum 10:16 bereits für die Vorentscheidung. Nach Wiederanpfiff baute das von Olaf Grintz trainierte zweite Nachwuchsteam von Zweitligist TuS N-Lübbecke den Vorsprung auf neun Tore aus (20:29, 21:30, 23:32), bevor die Verler in den Schlussminuten mit einer 4:1-Bilanz noch verkürzten.
„Darüber bin ich froh, das kann im direkten Vergleich noch mal wichtig werden",sprach Torben Gottsleben von einer auch in der Höhe verdienten Niederlage. „Wir müssen jetzt bald die Kurve kriegen, sonst sind wir nämlich falsch abgebogen", so der Trainer. Dass die Schiedsrichterinnen „einer Mannschaft, die verunsichert ist, nicht gerade geholfen haben", ließ Gottsleben nicht unerwähnt. Mit teils kleinlichen Entscheidungen sorgten Hansmeyer/Wulf für viel Aufregung.


