Handball: Oberligist verliert Kellerduell gegen LIT III deutlich und verdient mit 27:33.
Verl (dh). Wenn der Tabellenvorletzte auf den Viertletzten trifft, sollte man eigentlich von einigermaßen ausgeglichenen Kräfteverhältnissen ausgehen. Davon kann am Samstagabend keine Rede sein, als der TV Verl im Kellerduell der Handball-Oberliga eigentlich wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einsammeln will. Denn die dritte Mannschaft von LIT 1912 ist einfach viel zu stark. Oder, je nach Sichtweise, der TV Verl bei der 27:33 (20:14)-Niederlage einfach viel zu schwach.
„Verdient, auch in der Höhe“, presst der Verler Trainer Torben Gottsleben hervor, der es als „frustrierend“ beschreibt, dass seine Mannschaft einfach nicht aus den eigenen Fehlern lernt. „Das regt mich auf, weil es wöchentlich Thema ist und uns Kleinigkeiten dann an jedem Wochenende das Spiel kostet.“
Das 1:1 (3.) durch Moritz Herzog bleibt unter den Augen des erst im März für den TV Verl spielberechtigten Ex-Nationalspielers Jens Bechtloff der einzige Ausgleich in einer Partie, die von vielen vergebenen (klaren) Tormöglichkeiten der Verler geprägt ist. „Das alte Leid“, klagt Torben Gottsleben, dem LIT am Samstag noch eine weitere Baustelle aufzeigt. „Bislang hatten wir kein Deckungsproblem. Aber diesmal haben wir keinen Zugriff gehabt.“
Eine aggressive, harte Deckung hatte „Torgo“ gegen den mit A-Jugendlichen gespickten Gast aus dem Mindener Raum gefordert. Doch der spaziert meist mühelos durch die Verler Abwehr und erweist sich sogar als abgezockter, während Gottsleben konstatieren muss, „dass es uns an Cleverness gefehlt hat“. Die entscheidende Phase beginnt bereits in der ersten Halbzeit nach dem 10:11 (25.), LIT setzt sich bis auf 11:17 (34.) ab. Wenig später muss Raphael Voßhans nach einem Schlag ins Gesicht von Tjorven Sturhahn mit Rot von der Platte, zunächst hatten die Schiedsrichterinnen Lea Hansmeyer und Swantje Wulf mit Niklas Fischedick den falschen Verler als Schuldigen ausgemacht.
„Die Schiedsrichterinnen haben uns auch nicht gerade geholfen“, verpackt Torben Gottsleben seine berechtigte Kritik geschickt in einen knappen Satz. Beim 23:32 (57.) sieht es nach einem Debakel aus. „Dass wir am Ende noch zwei, drei Tore abknapsen, die vielleicht für den direkten Vergleich noch wichtig sein könnten, ist nur ein schwacher Trost“, sagt Gottsleben.
TV Verl: T. Fischedick/Gerlach – Hartkämper (2), Vogt (4), N. Fischedick (1), Voss (4), Herzog (5), Erichlandwehr (3), Jogereit (4/2), Schlüter, Vogler (4), Voßhans.


