Verl (zog). Dass die Anwurfzeit um 14 Uhr im Handballverrückten Örtchen Wehe bei Rahden, nördlich von Espelkamp, wahrlich keine ideale ist, weil bei Hin- und Rückfahrt von Verl aus der Sonntag damit gelaufen ist, stellt für die Oberligahandballerinnen des TV Verl noch das kleinste Übel dar.
Denn vor dem Auswärtsspiel beim TuS SW Wehe, das laut Tabelle ein Spitzenspiel vom Dritten gegen den Vierten ist, hat Trainer Matthias Foede ganz andere, die angespannte Personalsituation betreffende, Sorgen. Denn die Fingerverletzung von Tessa Korek, seit Wochen eine feste Größe im Abwehr-Innenblock und im rechten Rückraum, stellte sich als schwerwiegend heraus, ist mittlerweile operiert und sorgt durch einen Fixateur bis zu drei Monate für erhebliche Einschränkungen der Spielerin und einen herben Ausfall für die Mannschaft. „Das ist seit Januar die fünfte Handverletzung mit längerer Ausfallzeit", kann Foede ein solches Pech kaum fassen. „Wir können Tessa nicht ersetzen und müssen das moderieren", werden die sonst auf der linken Seite eingesetzten Rückraumspielerinnen auf rechts aushelfen.
Zudem fehlt Nele Fortmeier (Urlaub), dafür kehren Lea Marie Frankenfeld und Carlotta Busert (ohne vorheriges Training direkt aus dem Urlaub) zurück.
„Im Training fühlt sich das aufgrund der Ausfälle derzeit nicht nach Spitzenmannschaft an", ist Foede weit davon entfernt, eine markige Ansage in Sachen Topspiel rauszuhauen: „Das wäre vermessen." Doch Einsatz und Bereitschaft alles zu geben, die sind zu 100 Prozent da. Alle hängen sich voll rein", lobt der Trainer Charakter und Moral des Kaders, den ab sofort die A-Jugendlichen Kim Hollmann und Melina Voss dauerhaft ergänzen Aufsteiger Wehe, der sich im Hinspiel in Verl nach guter Leistung knapp geschlagen geben musste, ist mittlerweile voll in der neuen Spielklasse angekommen. „Das ist eine sehr ausgeglichene, auf allen Positionen torgefährliche Mannschaft, die sich stabilisiert hat. Da erwartet uns einiges." Nach dem spielfreien nächsten Wochenende steht das Rumpfteam vor einer englischen Woche mit drei Spielen in sieben Tagen.


