Verl (zog). Was für eine Saison für Frauenhandball-Oberligist TV Verl.
Denkwürdig in vielerlei Hinsicht ist sie bereits jetzt. Zu Beginn war die Serie 24/25 geprägt durch die fünfwöchige Spielplanpause nach den ersten drei Begegnungen. Im Oktober und November legte das Team von Trainer Matthias Foede dann mit komplettem Kader bei Training und Spiel einen starken Lauf mit 10:0-Punkten hin, bevor im Dezember eine beispiellose und weiterhin andauerende Personalnot durch erkrankte oder lange verletzte Spielerinnen einsetzte.
Aus den jüngsten drei Spielen holte der Tabellenvierte so nur noch 1:5-Punkte. Und ein Ende der personellen Durststrecke ist nicht in Sicht. So wurde an den drei Einheiten in dieser Woche lediglich mit vier, fünf und sechs Spielerinnen aus dem Oberligaaufgebot trainiert.
Und auch die immer wieder mit klasse Leistungen aushelfenden Spielerinnen der A-Jugend blieben nicht verschont. So zogen sich Cosma Griwodz und Madeleine Brummel komplizierte Handverletzungen zu. Erst jetzt kehren Nele Fortmeier und Ellen Poon zurück, die sich im Kreispokal Anfang Januar im selben Spiel ebenfalls langwierige Verletzungen an Finger und Hand zugezogen hatten.
„Und dann ist ganz Handball-Verl im Moment krank", berichtet Foede. „Das soll kein Alibi sein, aber natürlich ist den Spielerinnen, die aktuell fit sind, die hohe Belastung anzumerken." Nichtsdestotrotz wollen die Verlerinnen nach auch spielerisch nicht zufriedenstellenden Auftritten mit einem Heimsieg am Samstag zur späten Anwurfzeit um 20 Uhr gegen das zuletzt zweimal siegreiche Schlusslicht TG Herford wieder ein Erfolgserlebnis feiern - schon, um nicht doch noch im letzten Saisondrittel nach unten schauen zu müssen. Wer genau aufläuft, wird sich erst am Samstag entscheiden.


