Verl (zog). Den ersten Sieg im dritten Spiel der A-Jugend-Oberliga verbuchten am Samstag die Handballerinnen des TV Verl. Gegen von Beginn an chancenlose und nur mit acht Spielerinnen angereiste Gäste warf sich die von Oberligaspielerin und lizensierter C-Jugendtrainerin Marie-Sophie Weitzel betreute Mannschaft viel Frust von der Seele und gewann mit 39:10 (18:4).

Dabei hatten sieben Spielerinnen noch unmittelbar zuvor zum Oberligakader des Frauenteams gehört. Den dort nur wenige Minuten eingesetzten Mira Dargel (10 Treffer) und Olivia Mersch (11) hatte diese „Warmspielzeit“ offensichtlich gutgetan, denn sie erzielten zusammen mehr als die Hälfte der Verler Tore.

Handball: Die A-Juniorinnen des TV Verl verpassen die Bundesliga.

Verl (gwi). Mit einem knappen 20:19 (13:12)-Sieg gegen den HSV Minden-Nord, aber durch eine klare 20:25 (8:15)-Niederlage gegen den Bergischen HC verpasste die weibliche A-Jugend des TV Verl die erneute Qualifikation für die Jugend-Bundesliga.

Das entscheidende Turnier in Everswinkel begann mit einem Zittersieg. Fast mit dem Schlusspfiff erzielte Mira Dargel den Siegtreffer. „Wir haben alles hineingelegt und waren mit dem Kopf voll da“, sagt TVV-Torfrau Ece-Nur Gencer. Trainer Ruben Voßhans kritisierte lediglich, dass sein Team im Angriff bisweilen den Faden verloren habe.

So lief es auf ein Endspiel gegen die Bergischen hinaus. Die hatten nach einem Sieg gegen Everswinkel 4:0 Punkte auf dem Konto, weil sie aus dem ersten Qualiturnier zwei Zähler mitgebracht hatten.

Verl (zog). Den direkten vorzeitigen Bundesligaaufstieg musste die weibliche Handball-A-Jugend des TV Verl gestern bereits nach der 20:24-Niederlage im ersten Spiel der DHB-Quali gegen Turnerschaft St. Tönis 1861 abschreiben.

Zwar müssen die Verlerinnen jetzt nachsitzen und können nicht am eigenen Pfingstturnier teilnehmen. Doch sie haben es am kommenden Wochenende (Tag und Ort stehen noch nicht fest), weiter selbst in der Hand, den einen freien Platz mit Siegen über den Bergischen HC und HSV Minden Nord noch zu erreichen.

Im zweiten Spiel holte das Team von Ruben Voßhans mit einer Aufholjagd nach 11:17-Rückstand beim 20:20 gegen Everswinkel noch einen Punkt.

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Der Auftakt in den Aufstiegsmarathon, der die weibliche Handball-A-Jugend des TV Verl am Ende zum dritten Mal in Folge bis in die Bundesliga führen soll, ist der Mannschaft von Ruben Voßhans am Sonntag mit einem klaren Heimsieg geglückt.

Mit 34:21 (15:6)-Toren setzte sich die nach dem üblichen Kaderumbruch zu Ostern zum ersten Mal in dieser Formation zusammenspielende Mannschaft vor 70 Zuschauern gegen den SC DJK Everswinkel durch.

Als die Verlerinnen ihre Anfangsnervosität mit leichtfertig weggeworfenen Bällen und technischen Fehlern nach dem 1:3-Rückstand (7. Minute) abgeschüttelt hatten, übernahmen sie mit Tempospiel das Kommando.

Auch, weil sich die 6:0-Abwehr, die sich in der Anfangsphase immer wieder auf Torfrau Ece Gencer verlassen musste, ebenfalls steigerte, ging es mit Kontern und der zweiten Welle schnell nach vorn.

Handball: Die A-Mädchen des TV Verl streben nach den schönen Erfolgen in 2020 und 2021 wieder den Aufstieg in die Jugend-Bundesliga an.

Von Uwe Kramme
Verl. Aller guten Dinge sind drei – heißt es. 2020 und 2021 haben die A-Mädchen des TV Verl den Aufstieg in die Handball-Bundesliga geschafft. „Und 2022 wären wir natürlich auch gerne wieder in der höchsten deutschen Spielklasse dabei“, sagt Ruben Voßhans. Der Coach der Oberliga-Frauen betreut auch die 17 und 18 Jahre alten Talente des Turnvereins – zusammen mit Lars Jogereit, dem Trainer der Landesliga-Frauen. „Aber diesen großen Erfolg zu wiederholen wird nicht leicht“, sagen beide.

Das Trainergespann sieht sich mit einer Aufgabe konfrontiert, die gleiche mehrere Unbekannte enthält. Dass sie im Vorfeld nicht wissen, wie stark die Konkurrenz in den an diesem Sonntag um 14 Uhr mit dem Heimspiel gegen die DJK Everswinkel beginnenden diversen Aufstiegsrunden ist, kommentiert Jogereit mit einem „geschenkt, denn das weißt du im Jugendbereich nie, wenn nach den Jahrgangswechseln die neuen Teams zusammengestellt werden.“

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Auf eine künftige Nationalspielerin freuen darf sich die Handballabteilung des TV Verl. Zumindest hat Melina Voß vor wenigen Tagen die Einladung zu einem dreitägigen Nationalmannschaftslehrgang der U16-Mädchen (Jahrgänge 2006/07) vom 7. bis zum 9. März in Witten erhalten.

Und wenn die Tochter des langjährigen Verler Leistungsträgers Olaf Voss und Schwester von Lennart Voß, der seit dieser Saison im Verbandsligateam Tore wirft, dort überzeugt, ist ein Einsatz im Nationaltrikot des deutschen Handballbundes nicht ausgeschlossen. Spielen wird die 14-Jährige dann aber nicht in der Halle, sondern im Sand, also im Beachhandball.

Handball: Die weibliche A-Jugend des TV Verl kommt im entscheidenden Spiel der Bundesliga-Gruppe gegen Königsdorf unter die Räder. Voßhans wird auch Frauentrainer.

Verl (kra). Der Traum der Verler Handballmädchen vom Einzug in die Hauptrunde des deutschen Pokalwettbewerbs endete am Samstagnachmittag mit einer deftig-bitteren 25:33-Niederlage gegen den TuS Königsdorf. „Wir haben viel zu viel verballert“, ärgerte sich Hendryk Jänicke, der sich gerne mit diesem prestigeträchtigen Erfolg aus Verl verabschiedet hätte. „Spielerisch war das über weite Strecken okay, außer im Abschluss“, bestätigte Co-Trainer Ruben Voßhans, der den als Verbandstrainer nach Schleswig-Holstein zurückkehrenden Jänicke nicht nur bei den A-Mädchen ersetzen soll.

„Ruben wird auch bei unserem Frauenteam Nachfolger von Hendryk Jänicke“, erklärte Jochen Kreft am Rande des letzten Spiels der 16 bis 18 Jahre alten Verlerinnen in der Bundesliga-Vorrunde. „Wir haben zwar lange nach einer anderen Lösung gesucht, weil wir natürlich die hohe Arbeitsbelastung von Ruben sehen, wenn er zwei Teams trainieren muss, uns aber nur Absagen eingehandelt“, erklärte der Vertreter der Abteilungsvorstandes. „Geht schon“, sieht der 29-jährige Voßhans der Doppelbelastung indes gelassen entgehen. „Zum einen haben sich Kader und Training dieser beiden Mannschaften auch schon bisher überschnitten. Zum anderen werde ich von Günter Warkus und meinem Bruder Robert unterstützt.“

Gegen den TuS Königsdorf erwischten die Verlerinnen durch Treffer von Ilka Habig (3) und Ellen Poon einen vielversprechenden Start. Doch statt aus der 4:1-Führung Sicherheit und Selbstvertrauen zu ziehen, verloren die Gastgeberinnen zunehmend ihre Linie im Angriff, genauer im Abschluss.

Handball: Die weibliche A-Jugend des TV Verl trifft im letzten Spiel der Bundesliga-Gruppenphase auf den TuS Königsdorf.

Von Uwe Kramme

Verl. Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den TuS Königsdorf (Samstag, 13 Uhr) können sich die A-Jugend-Handballerinnen des TV Verl Rang drei in der Bundesligastaffel 3 sichern. „Das wäre nicht nur ein toller Erfolg für uns, das wäre für die weitere Entwicklung dieser Mannschaft ungemein wichtig“, sagt Hendryk Jänicke: „Dann wären wir für die deutsche Pokalrunde qualifiziert und hätten gegen den VfL Oldenburg, den TSV Nord Harrislee und den TSV Hannover-Badenstedt noch drei Spiele auf höchstem Niveau.“

Der Trainer des Verler Nachwuchses sagt immer noch wir, dabei sitzt er auf gepackten Koffern. Zum 1. Dezember kehrt Jänicke in seine schleswig-holsteinische Heimat zurück, um beim dortigen Landesverband eine Trainerstelle anzutreten. „Leicht fällt mir der Abschied aus Verl nicht, denn ich habe hier viele tolle Menschen kennengelernt und viele der Ziele erreicht, die wir uns vor dreieinhalb Jahren gesetzt hatten“, erklärt der 31-Jährige.

Eines der wichtigsten sei gewesen, Strukturen dafür zu schaffen, dass mehr und kontinuierlich Spielerinnen für die erste Frauenmannschaft herausgebracht werden. Als eine Voraussetzung dafür hätte die Qualifikation der 16 bis 18 Jahre alten Handballerinnen für die A-Jugend-Bundesliga gegolten. „In dieser Saison sind wir zum zweiten Mal dabei“, stellt Jänicke zufrieden fest.

Mit diesem Erfolg sieht der studierte Sportwissenschaftler seine Einschätzung bestätigt, dass der Standort Verl ideale Voraussetzungen biete, um im OWL-Frauenhandball die Nummer zwei hinter dem Erstligisten HSG Blomberg-Lippe zu werden. „Warum sollten unsere Damen nicht in die 3. Bundesliga zurückkehren, wenn es gelingt, dauerhaft Talente herauszubringen und die Wirtschaftskraft des Standortes besser für das Sponsoring zu nutzen?“

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