Handball: Ein überraschender Anruf öffnet dem Trainer des Frauen-Oberligisten TV Verl eine Tür, die er nicht auslassen kann.

Von Gregor Winkler

Verl. Für die Handballerinnen des TV Verl ist es eine schlechte Nachricht zum ungünstigen Zeitpunkt. Ruben Voßhans, Trainer der Oberligahandballerinnen und der weiblichen A-Jugend, wird den Klub im Juli verlassen. Der 30-Jährige wird Coach der zweiten Mannschaft der HSG Blomberg Lippe in der dritten Liga. Zudem übernimmt er die weibliche A-Jugend, die in der Bundesliga spielt. Er erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Auch für den Trainer kam diese Wendung in seiner Karriere überraschend.

Weil der derzeitige Trainer Björn Piontek die Lipper verlässt, sollte dessen A-Jugend-Co-Trainer Lasse Bracksiek nachrücken. Doch auch der wird, wie sein Chef, die HSG in Richtung Handball Lemgo verlassen. Entsprechend begaben sich die Verantwortlichen auf die Suche nach Ersatz – und bei Voßhans klingelte das Telefon. „Eine unbekannte Nummer. Ich war auch mächtig überrascht“, erzählt der Verler.

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Der TV Verl muss sich einen neuen Trainer für das Frauenhandball-Oberligateam und die weibliche A-Jugend suchen. Am Dienstag unterschrieb Ruben Voßhans einen Zwei-Jahres-Vertrag bei der HSG Blomberg-Lippe. Mit dem Trainingsauftakt der HSG-A-Jugend am 20. Juli zeichnet der 30-Jährige beim Frauen-Bundesligisten für die zweite Mannschaft in der dritten Liga und für die ambitionierte Bundesliga-A-Jugend verantwortlich. „Bis zum 10. Juli leite ich noch den ersten Vorbereitungsblock in Verl“, so Voßhans gegenüber der „Glocke“.

Bei der HSG war eine plötzliche Vakanz aufgetreten, weil Lasse Bracksiek, der diesen Posten zum 1. Juli als Nachfolger von Björn Piontek übernehmen sollte, genau wie Piontek zum TBV Lemgo wechselt. Für Ruben Voßhans, der nach einem Praktikum beim DHB dort auch eine befristete Folge-Anstellung bekommen hatte und der seit anderthalb Jahren erst gemeinsam mit Hendryk Jänicke als „Co“ und dann alleinverantwortlich das Oberligateam zum Klassenerhalt geführt hatte, und zudem mit der A-Jugend die Bundesliga erreicht hatte, ist der kurzfristig aus Blomberg erfolgte Ruf eine große Chance, die ihm der TV Verl offensichtlich nicht verwehren will.

Verl (zog). Lena Tenzler und Nina Strohmeier werfen in der Schlussminute die letzten zwei Tore der Spielzeit 2021/22 für das Frauenhandballteam des TV Verl. Sie besiegeln damit nicht nur den verdienten und über weite Strecken ungefährdeten 38:31 (18:12)-Heimsieg im Nachholspiel über den SG TuRa Halden-Herbeck, sondern auch eine in vielen Hinsichten außergewöhnliche Saison in der Oberliga.

Anders als sonst waren der Modus mit Auf- und Abstiegsrunde, waren die zahlreichen, natürlich auch coronabedingten Spielverlegungen und war speziell beim TV Verl der Trainerwechsel von Hendryk Jänicke zu Ruben Voßhans und der eingeleitete Umbruch mit den aus der starken A-Jugend aufrückenden Spielerinnen.

Dass die TVV-Handballerinnen am Dienstagabend, nachdem ja die fünf Abgänge bereits am vorigen Samstag verabschiedet worden waren, noch einmal einen würdigen Rahmen und ordentlich Zuspruch von den Rängen bekamen, lag daran, dass der Gesamtverein TV Verl im Hallenfoyer zur Helferparty, einem Dankeschön für alle Ehrenamtler, eingeladen hatte, den viele auf der Tribüne ausklingen ließen.

Handball: Mit einem 30:25 gegen Netphen beendet Frauen-Oberligist TV Verl die Saison, um am Dienstag für ein Nachholspiel zurückzukehren.

Von Gregor Winkler
Verl. Weil es ein Saisonabschluss auf Raten ist, den die Oberligahandballerinnen des TV Verl in diesen Tagen erleben, hatten sie das Samstags-Spiel gegen den TV Netphen als offiziellen Ausklang der Spielzeit 21/22 ausgerufen. Mit einem 30:25 (14:8)-Erfolg verabschiedeten sich die Verlerinnen also zunächst aus der Aufstiegsrunde, um am Dienstag noch einmal zurückzukehren und im Nachholspiel gegen Halden-Herbeck (20.30 Uhr) auch die Statistik komplett zu machen.

Ex-Trainer Hendryk Jänicke, der das Team Ende November verlassen hatte, um Landestrainer in Schleswig-Holstein zu werden, war als Überraschungsgast angereist und saß auch mit auf der Bank. Das schien den TVV, bei dem mit Rika Pohlmann, Kristin Niklaus, Chiara Zanghi, Lara Blumenfeld und Tabea Werneke fünf Spielerinnen verabschiedet wurden, zu beflügeln.

Verl (zog). Einen stimmungsvollen Abschied erhielten am Samstagnachmittag vor dem Heimspiel gegen den TVE Netphen die vier anwesenden Oberligahandballerinnen, die den TV Verl zum Ende der Saison verlassen. Bereits beim Aufwärmen liefen per Diashow Spiel- und Feierszenen des Quintetts vom Verler Fotografen Uwe Schneider über die große Video-Leinwand.

Vor dem Anpfiff hatte Uwe Weitzel, im Abteilungsvorstand für den Frauen- und Mädchenbereich zuständig, jede Spielerin mit persönlichen Worten verabschiedet. Und anschließend kamen Kristin Niklaus, Chiara Zanghi und Tabea Werneke (erstmals nach ihrem Kreuzbandriss) zu längeren Spielzeiten. Lara Blumenfeld musste dagegen mit Gipsarm nach Fingerbruch passen, Rika Pohlmann war nach bereits erfolgtem Wechsel für ihre neue Mannschaft TuS Brockhagen II im Einsatz.

Und dann war auch noch der im Januar als Landesverbandstrainer nach Schleswig-Holstein gewechselte Hendryk Jänicke als Überraschungsgast gekommen, um sich bei den Spielerinnen zu verabschieden, die er teils während seiner gesamten Verler Zeit trainiert hatte.

Handball: Frauen-Oberligist TV Verl hat die Chance, den letzten Platz zu verlassen.

Verl (gwi). Sie sieht aus der Perspektive des TV Verl einfach nicht schön aus, die Tabelle der Frauenhandball-Oberliga-Aufstiegsrunde. Wenn man nicht unbedingt aufsteigen will, ist es freilich egal, wo man rangiert, denn der Klassenerhalt ist durch das Erreichen der Meisterrunde längst gesichert. Trotzdem darf es – wieder aus Verler Sicht – gerne etwas mehr sein als der letzte Platz.

Ein bisschen drauf zu packen, dazu bietet sich am Samstag die Gelegenheit, wenn der TVV (5:17 Punkte) bei der SG Halden-Herbeck antritt. Die hat zwar ein Spiel weniger als die Verlerinnen, ist mit 6:14 Zählern dafür aber in Schlagdistanz. Ein Sieg muss her, auch wenn in Halden ohne Harz gespielt wird. „Das haben wir die ganze Woche trainiert“, sagt TVV-Coach Ruben Voßhans, der auf Lara Blumenfeld verzichten muss, die sich beim Spiel in Bergkamen zwei Finger gleich mehrfach gebrochen hatte.

„Wenn wir wie in Netphen, wo auch ohne Harz gespielt wurde, im Angriff 30 Dinger liegenlassen, dann müssen wir gut decken“, witzelt Voßhans. „Aber“, so der Coach, „wir habe schon Optionen und können auch mal experimentieren.“

Das Rückspiel gegen Halden wurde inzwischen auf den 17. Mai terminiert.

Verl (zog). „Das war die beste Halbzeit seit Monaten und ganz gewiss in der Aufstiegsrunde“, lobte Ruben Voßhans, Trainer des Frauenhandball-Oberligisten TV Verl, sein Team für die Leistungssteigerung nach Wiederanpfiff beim 36:30 (13:18)-Sieg am Freitag bei TuRa Bergkamen.

Richtig gut gefallen hatte dem Trainer, wie seine Mannschaft die Kritik nach dem ersten Durchgang angenommen und die Vorgaben umgesetzt hatte. So war der Pausenrückstand nach nicht mal acht Minuten im zweiten Durchgang aufgeholt. Jetzt nahm Bergkamen eine Auszeit, doch statt das vorher auf den Halbpositionen dominierte Spiel wieder in den Griff zu bekommen, übernahmen die Verlerinnen nun endgültig das Kommando und setzten sich auf 29:23 (50. Minute) ab.

Handball: Frauen-Oberligist TV Verl überrennt Bergkamen nach der Pause.

Verl (gwi). Mit über zehn Punkten Rückstand abgeschlagen am Ende der Frauenhandball-Oberliga-Aufstiegsrunde – da besteht die Gefahr, dass allen Beteiligten zum Saisonausklang ein wenig der Biss ausgeht. Derartige Befürchtungen im Hinterkopf, sagt Ruben Voßhans, Trainer des TV Verl, nach dem 36:30 (13:18)-Erfolg seiner Schützlinge gegen TuRa Bergkamen: „Da sieht man was möglich ist, wenn das Stammpersonal komplett ist, alle gut trainiert haben und die Motivation hoch ist.“

Der ohnehin schon sichere Klassenerhalt, Ausfälle und zuletzt auch noch fehlende Trainingszeiten – da war es wohl an der Zeit, noch einmal ein sportliches Lebenszeichen zu senden. Nach dem sah es in der ersten Halbzeit aber noch gar nicht aus. Nach der Verler 5:2-Führung drehte Bergkamen die Partie über 7:7 (13.) zum 19:13 (31.). „Wir konnten in der Deckung deren Durchbrüche auf Halb nicht unterbinden“, sagte Voßhans – und stellte um. Mit einer offensiveren Abwehr gewann der TVV die Bälle und zeigte ein deutlich besseres Tempospiel.

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